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Bildungsimpulse für den fernen Osten:
Schuldirektoren aus Shenyang zu Gast in der BBRZ-Gruppe und beim Europäischen Bildungswerk für Beruf und Gesellschaft gGmbH.

Pressemitteilung [153 KB]


Erster Newsletter des Jahres veröffentlicht:
Der erste Newsletter mit folgenden Informationen steht nun zum download [387 KB] bereit:
Inhalt:
- Europa 2020 - Eine Strategie für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum
- Das Europäische Jahr 2010
- ET 2020 - Strategischer Rahmen für die europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung


Deutsch-bulgarisches Projekt zur Förderung der beruflichen Erwachsenenbildung und Beschäftigung in Bulgarien feierlich beendet


Am 25.März 2010 wurde im Rahmen einer festlichen Veranstaltung im Gebäude der Deutschen Botschaft in Sofia das deutsch-bulgarische Projekt „Förderung der beruflichen Erwachsenenbildung und Beschäftigung in Bulgarien“ (2005-März 2010) beendet. Sein Motto war: Beruf. Qualität. Perspektive. An der Feier nahmen teil: Matthias Höpfner – Botschafter der BR Deutschland in Bulgarien, Totjo Mladenov – Minister für Arbeit und Sozialpolitik, Henning Twesten – Leiter des GTZ Büros in Sofia, Berthold Averweg – Geschäftsführer der Fa. GOPA Consultants, Peter Backfisch – stellvertretender Generalsekretär des Europäischen Verbands beruflicher Bildunsgträger (EVBB), Vertreter der Projektpartner – Ministerien, Agenturen, Institutionen der Sozialpartner, Kollegen und Freunde.

Das Projekt ist die Fortsetzung des deutsch-bulgarischen Programms Berufliche Bildung und Beschäftigungsförderung, das in der Periode 1992-2004 die Gründung der drei Deutsch-bulgarischen Berufsbildungszentren (DBBZ) in Stara Zagora, Pleven und Pazardzik unterstützt hat. Die Zentren bilden Arbeitslose und Beschäftigte in Berufen aus den Bereichen Bau, Holzverarbeitung, Möbelbau, Metaltechnik, Instalationen, Büromanagement, Computertechnologien u.a. Bis 2009 haben dort fast 50.000 Menschen einen Beruf erlernt oder ihre Qualifikation erhöht. Rund 80 Prozent der Absolventen erhalten und behalten einen Arbeitsplatz nach Abschluss der Ausbildung.

Die wichtigen Ergebnisse des Programms haben die deutsche und bulgarische Seite zu einer Fortsetzung des Vorhabens durch das Nachfolgeprojekt „Förderung der beruflichen Erwachsenenbildung und Beschäftigung“ motiviert (2005-März 2010). In den Städten Tsarevo (an der Südküste des Schwarzen Meeres) und Smoljan (im Rodopen Gebierge) sind mit erheblichen Mitteln der Gemeinden sowie mit finanzieller Unterstützung der deutschen Bundesregierung und des bulgarischen Ministeriums für Arbeit und Sozialpolitik zwei weitere moderne Berufsbildungszentren für Berufe im Bereich des Tourismus entstanden. Das Projekt hat einen erheblichen Beitrag für Vorbereitung des Lehrprozesses in den Zentren, die Ausarbeitung der Lehrdokumentation und Unterrichtsmaterialien sowie für die Schulung der Ausbilder geleistet.

Zum Erfolg der fünf Zentren tragen wesentlich folgende Faktoren bei: Die Ausbildung entspricht dem Bedarf der Wirtschaft und ist stark praxisorientiert. Die in den Zentren verwendete Methodik und Didaktik des Handlungsorientierten Lernens entspricht den modernen Anforderungen der Erwachsenenberufsbildung nach deutschem Vorbild. Alle Kursteilnehmer lernen in modern eingerichteten und ausgestatteten Schulungsräumen und Werkstätten. Zu jedem Zentrum gibt es Internat und Mensa.

Ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor für die Zentren und beide Projekte insgesamt war die aktive internationale Zusammenarbeit und die Teilnahme an internationalen Projekten. Seit 1998 arbeiten beide Projekte sehr aktiv mit dem Europäischen Verband beruflicher Bildunsgträger (EVBB) zusammen und tragen zur Einbindung Bulgariens in das europäische System für berufliche Bildung. Die drei „alten“ Zentren sind seit Beginn dieser Zusammenarbeit aktive EVBB Mitglieder. Im Mai 1999 wurde die Jahreskonferenz des EVBB in Sofia durchgeführt. Die dabei vorgestellten Präsentationen und durchgeführten Diskussionen sensibilisierten zum ersten Mal die bulgarischen Entscheidungsträger und Berufsbildungsinstitutionen über die Wichtigkeit der Qualitätssicherung als Grundproblematik der beruflichen Bildung. Es wurden die Qualitätskriterien des EVBB übersetzt und verbreitet. Seit dieser Zeit hat der EVBB einen starken positiven Einfluss auf die Bemühungen der bulgarischen Partner zur Verbesserung der Qualität der Bildungsdienstleistungen. Ein weiterer Schritt der engen Zusammenarbeit mit EVBB und Einbindung Bulgariens in europäische Netzwerke für beruflcihe Bildung war die Gründung des bulgarischen Verbandes der Institutionen für berufliche Bildung als Teil des Netzwerkes des Dachverbandes EVBB im Jahre 2009.

Künftig werden in den fünf Deutsch-bulgarischen Berufsbildungszentren Menschen in fast 60 verschiedenen Berufen aus den Industriebereichen Hoch- und Tiefbau, Holzbearbeitung, Tourismus, Hotel und Gaststättengewerbe, aus Elektrotechnik, Gas- und Wasserinstallation, Metallbearbeitung, KFZ Technik, Orthopädie, Heizungs- und Lüftungsbau, Landmaschinentechnik, Garten- und Landschaftsbau, Büroorganisation sowie mittleres Management und Arbeitsebene der Unternehmensführung ausgebildet und ihre Qualifikation erhöhen. Dazu kommen in allen Zentren Kurse für Schlüsselkompetenzen wie Sprachkurse und Kurse in der IT Softwareanwendung.

Insgesamt wurden seit 1992 von der deutschen Seite rund 21,5 Millionen Euro für die Unterstützung Bulgariens im Bereich der Beruflichen Erwachsenenbildung bereit gestellt. Rund 20 Millionen Euro wurden in den Aufbau und Betrieb der DBBZ in Pazardzik, Pleven und Stara Zagora sowie in das Projekt „Förderung der Beruflichen Erwachsenenbildung und Beschäftigung“ investiert. Weitere 1,5 Millionen Euro kostet die Einrichtung und Ausstattung der zwei neuen DBBZ in Smoljan und Tsarevo aus Mitteln der KfW. Hinzu kommen erhebliche Mittel der bulgarischen Regierung – 12 Millionen Lewa für den Zeitraum 1998-2009, sowie Mittel der Gemeinden Tsarevo und Smoljan – insgesamt 10 Millionen Lewa für Bau- und Renovierungsarbeiten der Gebäuden.

Zusätzlich zum Aufbau der Zentren hat das von der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durchgeführte Projekt in enger Zusammenarbeit mit dem bulgarischen Ministerium für Arbeit und Sozialpolitik dazu beigetragen, das System der Beruflichen Bildung in Bulgarien weiter zu entwickeln und zu stärken. Wichtige Aktivitäten bezogen sich auf die Validierung von nonformal und informell erworbenen Kompetenzen, Stärkung des sozialen Dialogs, Erhöhung der fachlichen und methodischen Kompetenz von Ausbildern und Anwendung von Methoden und Techniken zur handlungsorientierten Gestaltung des Unterrichts, Sicherung der Qualität der beruflichen Bildung durch Einführung moderner Qualitätsmanagementmodelle, Optimierung der Organisationsstruktur von Bildungseinrichtungen für Erwachsene, externe Auswertung der Lernergebnisse u.a. Die Ergebnisse dieser Aktivitäten tragen zur Stärkung des Systems für berufliche Erwachsenenbildung bei.

Die Zentren als moderne Berufsbildungsinstitutionen für Erwachsene und Zuwendungsempfänger des Ministeriums für Arbeit und Sozialpolitik werden künftig eine immer stärkere Rolle als wichtiges Instrument zur Umsetzung der staatlichen Arbeitsmarktpolitik übernehmen und die Ergebnisse beider deutsch-bulgarischen Projekte nachhaltig fortführen, ergänzen und erweitern. Dies ist der gemeinsame Beitrag von Deutschland und Bulgarien zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit in Europa.

Dr. Lubov Popova April 2010

Extra Newsletter:
Eine Sonderausgabe unseres Newsletters mit Informationen über den in Brüssel durchgeführten Runden Tisch wurde veröffentlicht und steht zum download [208 KB] bereit.



Runder Tisch zum Thema "Kreativität und Innovation in der Beruflichen Bildung":
Der am 3.12.2009 gemeinsam vom Abgeordneten Thomas Mann, mit dem Präsidium und dem Generalsekretariat des EVBB im Europäischen Parlament in Brüssel durchgeführte Workshop war ein großer Erfolg.
Die Beratung wurde vom Abgeordneten und Vizepräsidenten im Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten, Berichterstatter für das europäische Leistungspunktesystem für die Berufsbildung (ECVET) Thomas Mann eröffnet und vom Generalsekretär unseres Verbandes Dr. Bernhard Beckmann moderiert. Der Präsident Berthold Kuhn ging in seinem Beitrag auf Schwerpunkte und Forderungen unseres Verbandes an die nationale Politik, aber auch an das Europäische Parlament und die Europäische Kommission ein. Diese Schwerpunkte waren sowohl auf der Konferenz in Krakau 2008 als auch auf der Konferenz in Rom 2009 erarbeitet worden. Diese Orientierungen wurden von Herrn Mann, aber auch von den Vertretern des Parlaments sehr interessiert aufgenommen. Frau Aline Juerges (Generaldirektion Bildung und Kultur) gab Orientierungen für neue europäische Initiativen und Empfehlungen in der Berufsbildung. Nach weiteren Beiträgen durch den EVBB so vom Stellvertretenden Generalsekretär Peter Backfisch und der Projektkoordinatorin Daniela Keess, entspannte sich eine sehr intensive und fruchtbare Diskussion.

Beiträge:
Berthold Kuhn, Präsident EVBB
"Wirksamkeit europäischer Instrumente in der praxis der Beruflichen Bildung" [105 KB]


Peter Backfisch, stellv. Generalsekretär EVBB
"Möglichkeiten für kreativität und Innovation in der Beruflichen Bildung" [40 KB]


Aline Juerges, Generaldirektion Bildung und Kultur
Europäische Initiativen und Empfehlungen an die Akteure bzw. Entscheidungsträger in der Berufsbildung [474 KB]

NEWS:
Am 2.12.2009 führte das Präsidium des EVBB gemeinsam mit dem Generalsekretariat seine erste Sitzung nach der Konferenz in Rom durch. Ein Schwerpunkt der Sitzung war die Festlegung des Konferenztermins und -ortes für die nächste internationale Konferenz des EVBB in 2010. Durch Unterstützung des neuen Mitglieds ISQ – Institute for Technology and Quality in Lissabon (Portugal) wird es möglich die Konferenz am 30.09 und 01.10.2010 in Lissabon durchzuführen. Bitte merken Sie sich den Termin bereits jetzt vor!
Wir bereits erfolgreich in Rom realisiert, sollen bereits am 29.09.2010, nachmittags, neben der Präsidiumssitzung inhaltliche Workshops stattfinden. Ebenfalls soll unser Eröffnungsempfang (Cocktailempfang) am 29.09.2010, 20:00Uhr erfolgen.




Jahreskonferenz 2009:
Die diesjährige Jahreskonfererenz des EVBB fand vom 16. bis 18. September in Rom zum Thema "Innovation und Kreativität" statt.

Pressemitteilung [60 KB]

Konferenzbericht [66 KB]


Impressionen:



Arbeitsgruppentreffen in Wien:

Am 28. und 29. Mai 2009 kamen die Mitglieder der Arbeitsgruppe Innovation und Kreativität beim österreichischen Mitglied BPI in Wien zusammen.


Impressionen:

Landesverband in Bulgarien gegründet:
In Sofia wurde am 19.03.2009 der Verband der Institutionen für berufliche Bildung in Bulgarien (VIBBB), bestehend aus 5 bulgarischen Bildungseinrichtungen gegründet.
Die Gründungsmitglieder des VIBBB sind das DBBZ Pazardzhik, DBBZ Pleven, DBBZ Stara Zagora, der Verband „Znanie“ und das Nationale Netz für Businessentwicklung.
Der Verband wurde mit der Unterstützung des durch die Deutsche Bundesregierung über die GTZ finanzierten deutsch-bulgarischen Projektes „Förderung der beruflichen Erwachsenenbildung und Beschäftigung“, realisiert durch die deutsche Beratungsgesellschaft GOPA, gegründet und ist der bulgarische Landesverband des Europäischen Verbandes Beruflicher Bildungsträger (EVBB).

Pressemitteilung (Deutsch) [49 KB]
Pressemitteilung (Bulgarisch) [73 KB]

Impressionen:


Verleihung des Preises "DIE EUROPA" 2008:
Die Vergabe des Preises "DIE EUROPA" war der Höhepunkt der diesjährigen EVBB-Konferenz. Sieger des diesjährigen Wettebwerbs ist die euwatec gGmbH aus Detmold in Deutschland mit dem Projekt „Lehmfluss II - Initiative für ältere Langzeitarbeitslose in NRW“.
Pressemitteilung [11 KB]

Impressionen:

Begrüßung der Festversammlung durch Prof. Dr. habil. Dr. h.c. Richard Teßmer   Übergabe der Urkunden für erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb 2008 durch den Stifter und den EVBB Präsidenten.   Übergabe der Urkunden für erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb 2008 durch den Stifter und den EVBB Präsidenten.  
Übergabe der Urkunden für erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb 2008 durch den Stifter und den EVBB Präsidenten.   Übergabe der Urkunden für erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb 2008 durch den Stifter und den EVBB Präsidenten.   Übergabe der Urkunden für erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb 2008 durch den Stifter und den EVBB Präsidenten.  
Übergabe der Urkunden für erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb 2008 durch den Stifter und den EVBB Präsidenten.   Übergabe der Urkunden für erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb 2008 durch den Stifter und den EVBB Präsidenten.   Übergabe der Urkunden für erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb 2008 durch den Stifter und den EVBB Präsidenten.  
Übergabe der Urkunden für erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb 2008 durch den Stifter und den EVBB Präsidenten.   Frau Oberstudienrätin Gisa Kellermeyer hält die Laudatio als Sprecherin der Jury.   Europäische Würdigung des Preises "DIE EUROPA" durch Prof. Dr. h. c. Gerd- Bodo von Carlsburg.  
Übergabe des Preises "DIE EUROPA" durch den Stifter.  Übergabe des Preises "DIE EUROPA", des Buches "MYTHOS EUROPA" sowie des Drucks des Gemäldes "Aufbruch in ein Neues Europa"  Gratulation dem Sieger im Wettbewerb. 
Guido von Fürstenberg spricht für die euwatec gGmbH Worte des Dankes.  Schülerchor  Schülerchor 
Schülerchor  Abschluss: "Freude schöner Götterfunken"  Dr. Kitsche bedank sich bei dem Leiter des Schülerchores "Pro Musika" Prof. Boguslaw Grzybek für die Einstudierung von "Freude schöner Götterfunken".  
 
Gespräch nach der Veranstaltung (von rechts nach links) Prof. Boguslaw Grzybek, Guido von Fürstenberg, Grzegorz Grzonka, Dr. Adalbert Kitsche.  Der Stifter mit dem Chorleiter im Gespräch.   


Jahreskonferenz 2008:
Die diesjährige Jahreskonferenz fand vom 13. bis 15. November 2008 in Krakau zum Thema "Interkultureller Dialog - Wissenstransfer, Bildungsmanagement und Qualitätssicherung" statt. Die Konferenz stand unter der Schirmherrschaft des Stadtpräsidenten Jacek Majchrowsky. Im Auftrag des Präsidiums wurde die Vorbereitung der Konferenz in diesem Jahr federführend vom Internationalen Bund in Frankfurt/ Main in Zusammenarbeit mit dem polnischen Mitglied Bydgoski Zaklad
Doskonalenia Zawodowego - Betrieb für Berufliche Weiterbildung in Bydgoszcz organisiert.
Pressemitteilung [14 KB]
Konferenzbericht [66 KB]

Impressionen:


Pressefrühstück:

Thomas Mann, Vizepräsident im Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten, Berichterstatter für das europäische Leistungspunktesystem für die Berufsbildung (ECVET) und der EVBB führen gemeinsam ein Pressefrühstück zum Thema

"Migration und interkulturelle Kompetenz in der beruflichen Bildung"

im Abgeordnetencafé des Europäischen Parlaments
am 18.09.2008
von 09.30 bis 10.30 Uhr durch.

Das Pressefrühstück bietet Journalisten die Möglichkeit, Experten aus Politik und Praxis zu diesem Thema zu befragen und auf diese Weise einen vielschichtigen Einblick in diese Problematik zu erhalten. Neben Thomas Mann, einem der führenden Experten zu diesem Thema auf europäischer Ebene nehmen von Seiten des EVBB Führungskräfte großer Bildungsträger, Leiter von Projekten zur Anerkennung von Qualifikationen von Migranten, Experten für die Situationen in verschiedenen europäischen Ländern und Menschen, die die Barrieren europäischer Berufsbildungssysteme am eigenen Leib erfahren haben, teil.

Einladung
(download [36 KB] )
Programm
(download [37 KB] )


Impressionen

Internationale EVBB-Konferenz 2007 in Wien
Die diesjährige internationale EVBB-Konferenz fand vom 24. bis 25. Oktober 2007 in Wien, Österreich, statt. Titel der Konferenz: "Mobilität, Migration, Interkulturelle Kompetenz, Netzwerke - Herausforderungen der Beruflichen Bildung in Europa"
Informationen rund um die Konferenz
Pressemitteilung zum Abschluss der Konferenz [7 KB]
Pressemitteilung zur Verleihung des Preises "Die Europa" [6 KB]


Ehrungen für Hans-Dietrich Genscher

Magdeburg: Seinen „Lebensbaum“, eine Linde, hat der F.D.P.-Ehrenvorsitzende und frühere Vizekanzler, Prof. Dr. h. c. mult. Hans-Dietrich Genscher am 4. November im Europagarten des Europäischen Bildungswerkes für Beruf und Gesellschaft gGmbH (EBG) in Magdeburg-Westerhüsen gepflanzt. Der Baum wird die Erinnerung an Genscher als leidenschaftlichen Europäer wach halten, der 1946 im anhaltischen Halle seinen politischen Weg begonnen hatte und sich u. a. als Bundesminister des Auswärtigen für die Lösung der deutschen Frage innerhalb einer europäischen Friedensordnung einsetzte. Der Europagarten befindet sich auf dem Gelände des Bildungszentrum des ehemaligen Chemieunternehmens Fabrik Fahlberg-List und wurde vom EBG zu einer europäischen Bildungs- und Kulturstätte ausgebaut.
Nach der feierlichen Baumpflanzung ehrten der Präsident des Europäischen Verbands Beruflicher Bildungsträger (EVBB), Berthold Kuhn, und die Adalbert Kitsche Stiftung Hans-Dietrich Genscher mit der Skulptur „DIE EUROPA“, die bisher nur alljährlich an den Sieger eines europäischen beruflichen Weiterbildungsprojekts verliehen wurde. In seiner Festrede würdigte Dr. Adalbert Kitsche, Ehrenpräsident des EVBB und Stifter, die großen Verdienste des Ausgezeichneten für die Schaffung eines neuen Europa und bezeichnete ihn als Vorbild für die Jugend.
Ministerialdirigent a. D. Friedrich-Wilhelm Kirchhoff, ein Freund und Weggefährte Genschers schon seit der gemeinsamen Studienzeit in Halle, beschrieb in seiner Laudatio den Lebensweg des inzwischen79jährigen Politikers. Dabei rief er u. a. Erinnerungen an Ereignissse wie den terroristischen Überfall auf die Olympiade 1972 in München wach, bei der sich der damalige Innenminister Genscher als Austausch für die israelischen Geiseln anbot. Der Redner erinnerte daran, dass sich „HDG“, neben vielen anderen Verdiensten, auch einen Namen bei der Schaffung der Grundlagen des deutschen Umweltrechtes gemacht hat. Vor allem aber habe er sich im Prozess der deutschen und der europäischen Einheit auch international hohes Ansehen erworben
Prof. Genscher erinnerte in seiner Dankesrede an eine Reihe politischer Persönlichkeiten aus Sachsen/Anhalt, die sich auch in der jüngeren deutschen Geschichte Ansehen erworben haben. Das Land Sachsen/Anhalt habe ebenso wie die Menschen in der ehemaligen DDR Eigenes in die Einheit Deutschlands eingebracht. Vor allem sei das der Beweis gewesen, dass Deutsche sich auf friedlichem Wege von einer Diktatur befreien können. Er verwies aber auch darauf, dass sich die Zeiten stürmisch ändern und dass bereits „unsere Kinder im Wettbewerb mit Gleichaltrigen in der ganzen Welt, stünden. Daraus ergäben sich der große Wert von Bildung und Kultur, und deshalb sei er besonders froh, in einer Einrichtung seinen Lebensbaum gepflanzt zu haben, in der Menschen Bildung erwerben können.
An der Ehrung nahmen zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft teil, darunter der Präsident des Landtags Sachsen/Anhalt, Dieter Steinecke, der Magdeburger Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper, der FDP-Vorsitzende des Landes, Karl-Heinz Paqué, sowie Prof. Dr. Sustek aus der Tschechischen Republik.
Der EVBB, dessen Generalsekretariat sich seit 2005 beim EBG in Magdeburg befindet, vereint unter seinem Dach derzeit 41 gemeinnützige Bildungsinstitutionen aus 18 europäischen Staaten, die mehr als 1000 Bildungsstätten mit über 20 000 Mitarbeitern betreiben. „Die Europa“ – eine in feiner Bronze gegossene, geflügelte Frauenstatue mit dem Kopf einer Friedenstaube, die auf dem europäischen Teil einer stilisierten Erdkugel steht – hat der Bildhauer Ladislav Dryak, ein 1930 in der damaligen Tschechoslowakei geborener Bildhauer, geschaffen. Sie soll die Idee von einem Frieden schaffenden, freiheitlichen Europa bildhaft darstellen. Die Flügel der Statue – vom Künstler als Schutzschild bezeichnet – sollen der „Europa“ helfen, diese Idee in alle Länder des Kontinents und der Welt zu tragen.
(Pressemitteilung vom 04.11.06)


EVBB-Konferenz 2006 in Bratislava
Die 10. Jahreskonferenz des EVBB wurde erfolgreich durchgeführt.
Impressionen und Downloads finden Sie hier.
Pressemitteilung/Kurzbericht zum Download [11 KB]


EVBB-Konferenz 2006 in Bratislava
Die Jahreskonferenz des Europäischen Verbandes Beruflicher Bildungsträger (EVBB) findet in diesem Jahr am 12. und 13. Oktober in Bratislava statt. Der Präsident der Slowakischen Republik Herr JUDr. Ivan Gasparovic hat die Schirmherrschaft für die Konferenz übernommen.
Thema wird „Förderung von Wirtschaft und Beschäftigung in Europa – Europäische Grundsätze und Instrumente der Berufsbildung“ sein.
Die Organisation der Konferenz wurde vom Europäischen Bildungswerk für Beruf und Gesellschaft gGmbH in Kooperation mit dem slowakischen Mitglied des EVBB, der Euro-Projektservis s.r.o. übernommen.
Das Programm finden sie in folgenden Sprachen:
deutsch [70 KB]
slowakisch [70 KB]
englisch [69 KB] .

Lageplan Konferenzhotel Bratislava


Seminar der Landeszentrale für politische Bildung

mit Unterstützung der Deutsch- Slowakischen Gesellschaft Sachsen-Anhalt e.V zum Thema: „Die Slowakei in der Europäischen Union" für Kommunalpolitiker, Handwerker, Gewerbetreibende, Lehrer, interessierte Öffentlichkeit am Mittwoch, 10. Mai 2006
Programm zum Download [105 KB]


HANNS-PETER BRUCHHÄUSER
Jahrestagung des EVBB in Budapest

Am 15. und 16. September 2005 fand unter dem Titel „Internationalität und Regionalität - Anforderungen an die berufliche Bildung für Wachstum und Beschäftigung" in Budapest die 9. Jahreskonferenz des Europäischen Verbandes Beruflicher Bildungsträger (EVBB) statt. Die Tagung dieses Dachverbandes von ca. 40 Berufsbildungsträgern in Europa wurde in Zusammenarbeit mit den ungarischen Mitgliedern des EVBB, dem Nationalinstitut für Berufsbildung Ungarns (NIVE) sowie dem Nationalinstitut für Erwachsenenbildung Ungarns vom Europäischen Bildungswerk für Beruf und Gesellschaft e.V., Magdeburg, durchgeführt.
Die Konferenz fand im Parlament der Ungarischen Republik sowie im neu erbauten Palast der Künste in Budapest statt. Die Teilnehmer wurden unter anderem von LABOR CSIZMAR, Minister für Arbeit der Ungarischen Republik, der deutschen Botschafterin in Ungarn, URSULA SEILER-ALBRING, sowie LASZLo NAGY, Generaldirektor des Nationalinstitutes für Berufsbildung Ungarns, begrüßt. Zu den Grundsatzbeiträgen des ersten Veranstaltungstages zählten unter anderem Referate von ALASTAIR MACPHAIL, Generaldirektion für Bildung und Kultur der EU-Kommission („Schwerpunkte der EU-Kommission für die berufliche Bildung - Status quo und Ausblick 2007°) sowie PROF. DR. ANDRAS BENEDEK, Staatssekretär im Ministerium für kulturelles Erbe der Ungarischen Republik („Internationale Dimensionen in der regionalen Entwicklung der Berufsbildung"). Der zweite Veranstaltungstag stand zunächst im Zeichen von Praxisbeiträgen; es referierten unter anderem LASZLO ZACHAR, Direktor des Nationalinstitutes für Erwachsenenbildung Ungarns („Qualitätssicherung in der beruflichen Erwachsenenbildung"), RUOFEI ZHONG, Vizepräsident des Regionalen Verwaltungsamtes Qingdao/VR China („Die chinesische Wirtschaftsregion Qingdao - Möglichkeiten und Erwartungen an ausländische Investoren und Bildungsunternehmen zur Erhöhung der Qualität der beruflichen Bildung"), TIBOR ADLER, Botschaftsrat für Wissenschaft, Umweltpolitik und Berufsbildung der Deutschen Botschaft Ungarn („Europäische Herausforderungen an die Berufsbildung") sowie PROF. DR. IGOR P. SMIRNOV, Rektor des Institutes für Sozial- und Bildungsmanagement, Moskau („Neue Formen der staatlichen Qualitätskontrolle in der beruflichen Bildung in Rußland"). Die Konferenz wurde mit der Präsentation einer größeren Zahl von Projekten der beruflichen Bildung zu den Themenschwerpunkten Qualitätssicherung in der beruflichen Bildung, Internationalität und Regionalität in der Bildung, Berufliche Bildung für besondere Zielgruppen und Beschäftigungsfelder, Interkulturelle Kompetenz sowie Vergleichbarkeit beruflicher Bildungsabschlüsse abgeschlossen.
Im Verlauf der Konferenz fand ein lebhafter Meinungs- und Gedankenaustausch der mehr als 130 Tagungsteilnehmer aus einer Vielzahl europäischer Länder statt.
Quelle: Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, 102.Band, Heft 2 (2006) – Franz Steiner Verlag, Stuttgart
Anschrift des Autors: Prof. Dr. Hanns-Peter Bruchhäuser, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Zschokkestraße 32, 39106 Magdeburg


"Interkultureller Dialog in Berufsbildung und Beratung"

Der EVBB ist Partner im transnationalen Leonardo-da-Vinci-Projekt "Interkultureller Dialog in Berufsbildung und Beratung", das federführend von den Europäischen Bildungswerken für Beruf und Gesellschaft (EBG) e.V. in Zusammenarbeit mit dem Türkischen Bund Berlin Brandenburg (TBB) e.V. durchgeführt wird. Es wird gefördert mit Mitteln der EU-Kommission und läuft bis Ende September des Jahres. Höhepunkt ist eine internationale Konferenz am 1. und 2. März 2006 in der Berliner Werkstatt der Kulturen. Die Veranstaltung dient der Valorisierung, also der Bekanntmachung, Verbreitung und Verwertung innovativer Produkte aus erfolgreich abgeschlossenen Leonardo-da-Vinci-Pilotprojekten für ein internationales Publikum. Die Website des Projekts finden Sie unter dialog.ebg.de.


Budapester Konferenz 2005

Internationalität und Regionalität - Anforderungen an die berufliche Bildung für Wachstum und Beschäftigung
Die EVBB Jahreskonferenz 2005 fand am 15./16. September 2005 im Parlament der ungarischen Republik und Palast der Künste in Budapest statt, ebenso die Verleihung des Preises"DIE EUROPA" der Adalbert Kitsche Stiftung und die EVBB Mitgliederversammlung.
Konferenzthema:
Internationalität und Regionalität -Anforderungen an die berufliche Bildung für Wachstum und Beschäftigung
Eindrücke der Konferenz erhalten Sie in unserer Fotogalerie.
Pressemitteilung in deutsch [87 KB]
Programm der Konferenz: (PDF-Datei 210 KB)
Organistaion und Rückfragen:
Europäisches Bildungswerk für Beruf und Gesellschaft e.V.
Hegelstr. 2
39104 Magdeburg
Tel.: +49(0) 391 531 1039
Fax: +49(0) 391 561 6008
E-Mail: info @ebg.de


Straßburger Konferenz 2004

Internationalisierung der europäischen Bildungsarbeit - Netzwerke, Märkte, Qualität
Das Thema der diesjährigen Konferenz des EVBB, die am 15. und 16.9.2004 in Straßburg stattfand, brachte es mit sich, dass erstmals Teilnehmende aus Ländern außerhalb Europas an einer Konferenz des EVBB mitwirkten.
Erstmals wurde auch der Preis "DIE EUROPA" verliehen, mit dem besonders förderungswürdige Projekte der beruflichen Bildung künftig jährlich ausgezeichnet werden sollen. In diesem Jahr ging dieser Preis an das Projekt "Integration Jugendlicher aus Kinderheimen durch berufliche Qualifizierung", das von der Deutsch-Rumänischen Stiftung für Berufsbildung durchgeführt wurde. Der Preis "DIE EUROPA" wurde ausgelobt von der Adalbert-Kitsche-Stiftung.
Die insgesamt 140 Teilnehmenden aus 16 Ländern, darunter auch Gäste aus China, wurden vom Präsidenten des EVBB, Dr. Adalbert Kitsche, begrüßt. "Wir bekennen uns zur Politik der Europäischen Union und ihren Lissabonner Beschlüssen. Wir wollen mit unserer Konferenz nicht nur den Bildungseinrichtungen unseres Netzwerkes in mehr als 30 Ländern Impulse für die tägliche Arbeit geben, sondern auch den nationalen und europäischen Politiken". Damit begründete zu Beginn der Veranstaltung der Präsident des EVBB auch die Ortswahl Straßburg.
In den zahlreichen Plenumsvorträgen wurde das Konferenzthema aus unterschiedlicher Perspektive - europäischer, internationaler, wissenschaftlicher, nationaler und verbandlicher - beleuchtet.
Peter Baur von der Generaldirektion Bildung und Kultur der EU-Kommission stellte zunächst die Schwerpunkte der beruflichen Bildungspolitik der EU dar. Dabei betonte er besonders die Notwendigkeit zur Schaffung von europäischen Grundsätzen für die lebenslange Beratung und Orientierung.
Sehr ausführlich wurde von Tina Bertzeletou vom Europäischen Zentrum für die Förderung der Berufsbildung (CEDEFOP) in Thessaloniki die Entwicklung eines gemeinsamen europäischen Bezugsrahmens für die Qualitätssicherung in der beruflichen Bildung dargestellt. Auf der Grundlage von gemeinsam vereinbarten Kriterien wird in diesem System Selbstbewertung und Fremdbewertung miteinander kombiniert.
"Berufliche Bildung und die Integration junger Menschen in Arbeit im erweiterten Europa" war der Titel des Vortrages von Prof. Dr. Niall O'Higgins von der Universität Salerno. Aus seiner Erfahrung als Experte bei der International Labour Organization (ILO) in Genf wertete er eine Menge von statistischem Material zur Arbeitslosigkeit und zum Berufseinstieg von Jugendlichen aus. Auf den Punkt brachte er die Interpretation des statistischen Materials mit der Aussage: "Berufliche Bildung alleine schafft keine Arbeitsplätze, berufliche Bildung ist aber Voraussetzung um Arbeit zu erhalten." Für die erfolgreiche Eingliederung in Arbeit ist es aber notwendig, über weitere Kompetenzen zu verfügen. Prof. O'Higgins nannte hier Schlüsselqualifikationen, lebenspraktische Fähigkeiten und Lernen des Lernens.
Berthold Kuhn, Vizepräsident des EVBB und Mitglied des Vorstandes des Christlichen Jugenddorfwerks Deutschlands (CJD), unterstrich in seiner Rede die Bedeutung des beim Europäischen Rat von Lissabon festgelegten strategischen Ziels, dass die Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung gegenüber der Welt geöffnet werden sollen. Dabei seien die europäischen Förderprogramme unverzichtbar, die Antragsverfahren aber sollten vereinfacht werden. Weiter führte Berthold Kuhn aus, wie wichtig die Kooperation in der Bildungsarbeit für die Förderung des wechselseitigen Verständnisses zwischen den Nationen ist. "In besonderer Weise hat sich der EVBB von Beginn an dem Osten Europas und den Menschen in diesen Ländern zugewandt. Diese Entscheidung macht den EVBB zu einem wichtigen Entscheidungsträger von realer Kooperation mit alten, neuen und künftigen EU-Mitgliedstaaten und anderen Staaten für die EU-Kommission."
"Didaktische Modelle beruflichen Lernens - ein europäischer Vergleich" war das Thema des Vortrags von Prof. Dr. Dr. Günter Wiemann, Universität Hannover. Am Beispiel von Lehrgängen der Grundbildung Metall konnte Prof. Wiemann aufzeigen, dass vergleichbare oder zum Teil identische Lehrgänge nicht nur innerhalb Europas eingesetzt werden, sondern weltweit im berufspädagogischen Handeln zu finden sind.
Prof. Dr. Igor Pavlovich Smirnov, Direktor des Instituts für Entwicklung der beruflichen Bildung beim Bildungsministerium Russlands, sprach über Erfahrungen und Positionen zur Internationalisierung der Bildungsarbeit aus russischer Perspektive. Dabei konnte er deutlich machen, dass der politische Umbruch in Russland auch einen Umbruch in der beruflichen Bildung erforderlich macht, da die Wirtschaft vor allem einen wachsenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften hat. Ganz konkret schlug er den Mitgliedern des EVBB vor, bei der Erarbeitung von Bildungsstandards und Berufsbildern zusammenzuarbeiten.
Auf großes Interesse stieß der Vortrag von Zhang Fang Liang, Direktor des Shanghai Industrial Masters College und des Shanghai Advanced Vocational Training Centre. Staunend nahmen die Konferenzteilnehmer seinen Bericht und seine Zahlen über das Wirtschaftswachstum in China wahr. Mit 9,3 % Wirtschaftswachstum in China - in Shanghai sogar von über 12 % - gibt es einen enormen Bedarf an Arbeitskräften, insbesondere an qualifizierten Fachkräften. Die Rekrutierung dieser Fachkräfte kann nicht von den chinesischen Institutionen alleine bewältigt werden. "Dabei sind wir auf die Unterstützung von Bildungseinrichtungen anderer Länder, z. B. aus Europa, angewiesen."
Einen weiteren Höhepunkt der EVBB-Konferenz bildete die Präsentation von 12 Projekten internationaler Bildungsarbeit. Das Spektrum der Projekte reichte dabei von der Erleichterung des Bildungszugangs im IT-Bereich durch E-Learning, das von Anna Arapova vom Deutsch-Bulgarischen Berufsbildungszentrum Pazardzik vorgestellt wurde bis hin zu dem Pamina Weiterbildungspark, einem Interreg-Projekt zur Entwicklung gemeinsamer grenzüberschreitender Angebote in der beruflichen Weiterbildung im elsässisch-deutschen Grenzraum, das von Fritz-Gerhard Kuhn aus dem CJD Maximiliansau präsentiert wurde.
Die Vielfältigkeit der Projekte zeigte sich darüber hinaus auch bei der vom Europäischen Bildungswerk für Beruf und Gesellschaft (EBG) vorgestellten Vermittlung von arbeitslosen Fachkräften aus dem Baugewerbe in das europäische Ausland, z.B. nach Irland.
Eindrücklich war ebenso das vom Internationalen Bund (IB) dargestellte Projekt zur Ausbildung von Gärtnern für die EXPO in Shanghai.
Neben der Veranstaltung im Plenum bot diese Konferenz zahlreiche Möglichkeiten der Begegnung und Vertiefung. Der Empfang in der Europäischen Parlamentarischen Gesellschaft am Abend des ersten Konferenztages bildete dabei einen Höhepunkt.
Der EVBB veranstaltet bereits im achten Jahr eine Konferenz zu einem Thema der internationalen Bildungsarbeit. Diese wird im Wechsel von verschiedenen Mitgliedsverbänden organisiert. In diesem Jahr bereitete das CJD (Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands) die Veranstaltung vor. Das Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert.
"In den Beiträgen und Diskussionen während der beiden Konferenztage stellten wir fest, dass die Globalisierung mit ihrem technischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel unser Bildungssystem stark geprägt hat und künftig noch entscheidender prägen wird. Und immer wieder der Gedanke im Hintergrund aller Beiträge: Brücken bauen - von Mensch zu Mensch." So der Präsident des EVBB , Dr. Adalbert Kitsche, in seinem Schlusswort.
Rainer Gaag
Praxisbeiträge [117 KB]

Eindrücke der Konferenz erhalten Sie in unserer Fotogalerie.
Eindrücke der Preisverleihung der EUROPA 2004.


Integration von Jugend in die Gesellschaft
Am 25./26. Juni 2003 fand in Berlin die Jahreskonferenz des Europäischen Verbandes Beruflicher Bildungsträger ( EVBB ) statt.

Impulse für die Bildungsarbeit
"Integration von Jugend in die Gesellschaft - Europäische Ansätze" lautete das Motto der diesjährigen Konferenz des Europäischen Verbandes Beruflicher Bildungsträger, kurz EVBB. Am 25. und 26. Juni 2003 versammelten sich im Berliner Rathaus Vertreter von 22 beruflichen Bildungsträgern aus 9 europäischen Ländern zu ihrer Jahrestagung. Sie führen in 33 Ländern Bildungsprojekte durch.
Die besondere Bedeutung der Konferenz lag darin, dass sie in einer Zeit stattfand, die von sich schnell ändernden ökonomischen und gesellschaftlichen Bedingungen geprägt ist, unter denen sich berufliche Bildungsarbeit derzeit in ganz Europa vollzieht. Der Präsident des EVBB, Dr. Adalbert Kitsche, beschrieb diese Veränderungen in seiner Eröffnungsansprache vor den Konferenzteilnehmern. Sie seien u.a. dadurch gekennzeichnet, dass die Finanzmittel immer knapper werden, sowohl in den öffentlichen Haushalten als auch bei den einzelnen gesellschaftlichen Gruppen. Produzierende Betriebe müssten schärfer kalkulieren und Prioritäten setzen. Und das beträfe nicht nur osteuropäische Länder, sondern auch große Staaten wie Deutschland, in denen ebenso sozial Benachteiligte auf eine Chance im Leben hoffen. Dr. Kitsche schloss daraus: "Diejenigen, die aus schwierigen sozialen Verhältnissen kommen oder in der Schule oder im Betrieb den Anschluss verpassten, brauchen unsere besondere Hilfe."
Grußworte des Landes Berlin übermittelte Senator Klaus Böger den Konferenzteilnehmern. Auch er verwies darauf, dass die Bereitschaft der Betriebe zu Ausbildung und Beschäftigung "aus meist sehr kurzfristigen und demografisch nicht immer zu haltenden Kostengesichtspunkten" sinke. Daher, so Böger, komme es darauf an, Strategien und überzeugende Konzepte zu finden, die dazu führten, dass die Betriebe immer mit im Boot seien. Dafür gebe es bereits gute Beispiele in Europa. Deshalb appellierte der Senator an die Zuhörer, die Chancen zu nutzen, die sich aus der europäischen Kooperation ergeben.
Über Möglichkeiten, den gesellschaftlichen Veränderungen in der Arbeit der Bildungsträger gerecht zu werden, sprach Dr. Roland Loos vom Europäischen Zentrum für die Förderung der Berufsbildung mit Sitz in Thessaloniki. "Innovationen zur Integration von gering Qualifizierten in das lebensbegleitende Lernen und in den Arbeitsmarkt" - so lautete sein viel besuchter Eröffnungsvortrag.
Im Anschluss daran ergriffen Gäste das Wort, auf die sich die beruflichen Bildungsträger bei ihrer Arbeit stützen können: Pfarrer Michael Kühn, Leiter der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz, Mike Corsa, Generalsekretär der Arbeitsgemeinschaft der evangelischen Jugend in der BRD e.V., Prof. Dr. Igor Smirnow, Direktor des Instituts für Entwicklung der beruflichen Bildung beim Ministerium für Bildung der Russischen Föderation, Danuta Sarrouh, Vorsitzende des Berliner Landesjugendhilfeausschusses sowie Helmut Flöttmann, Ausbildungsleiter der Firma Miele & Cie., Gütersloh äußerten sich aus ihrer Sicht zu Problemen der Integration Jugendlicher in die Gesellschaft.
Erfahrungen aus Osteuropa
Im Forum offerierten elf Kongressteilnehmer ganz konkrete Erfahrungen. So stellte beispielsweise Lubov Popova aus Bulgarien ein Projekt deutsch-bulgarischer Zusammenarbeit in den Berufsbildungszentren in Pleven und Stara Zagora vor. In jedem dieser Zentren absolvieren dreißig Jugendliche eine Lehre, die auf drei Bausteinen beruht: auf einer allgemeinbildenden Säule, insbesondere mit den Fächern Muttersprache und Mathematik, auf einer beruflichen Ausbildung und einem Unterricht in Bürgerkunde.
Horst Dreimann vom Internationalen Bund in Frankfurt/Main berichtete von den Erfahrungen in der Arbeit mit ukrainischen Straßenkindern. Der IB hat bereits seit dem Jahre 1997 Kontakte zum staatlichen Zentrum für Sozialdienste der Ukraine.1999 reifte das Projekt, Infrastrukturen für die Betreuung und die Behandlung von Straßenkindern aufzubauen. Inzwischen haben IB und ukrainische Partnerorganisationen sieben Nothilfeeinrichtungen für Straßenkinder, lernbehinderte Jugendliche und Jugendliche in Resozialisierungsmaßnahmen an sieben ukrainischen Standorten errichtet. Das hat nicht nur den IB in der Ukraine bekannt gemacht, sondern auch die Weichen für weitere Projekte gestellt.
Dipl. Ök. Nicolae Cernei aus Rumänien berichtete von zwei Ausbildungszentren der Deutsch-Rumänischen Stiftung für Berufsausbildung in Timisoara und Vladimirescu-Arad. In Timisoara waren 18 junge Männer für eine berufliche Ausbildung ausgewählt worden. 16 beendeten den Lehrgang und erlebten in dieser Zeit vermutlich das erste Mal in ihrem Leben, wie sie mit ihrer Hände Arbeit nicht nur ihren Lebensunterhalt verdienen können, sondern auch das beglückende Gefühl, gebraucht zu werden. Fast alle konnten inzwischen einen Arbeitsplatz finden.
Einheitliche Qualitätskriterien sind verbindlich
Über neue Wege bei der Integration von jugendlichen Strafgefangenen referierte Klaus Olm vom Europäischen Bildungswerk für Beruf und Gesellschaft e.V. Er stellte ein ganz konkretes Projekt zur Betreuung jugendlicher Straftäter in Sachsen-Anhalt vor. Ausgangspunkt war u.a., dass in diesem Bundesland die Rückfallquote, gemessen an den Bemühungen zur Wiedereingliederung, unverhältnismäßig hoch war. In dem Projekt wird dargestellt, wie jugendliche Gefangene anhand eines konkreten Projektes des Garten- und Landschaftsbaus ihre in berufsvorbereitenden Maßnahmen erworbenen fachtheoretischen Kenntnisse und fachpraktischen Fähigkeiten anwenden können.
Sehr hilfreich erweist sich für die Arbeit der freien Träger, dass für alle Mitglieder des Verbandes seit dem Moskauer Kongress im Jahre 2001 einheitliche und für alle verbindliche Qualitätskriterien für ihre Arbeit festgelegt worden sind. Das hat sich in der Arbeit bewährt und der Wirksamkeit des EVBB in den vergangenen Jahren neue Impulse verliehen.
Der gesamte Kongress vermittelte einen optimistischen Ausblick, wenngleich die Konferenzteilnehmer eine ganze Reihe von Forderungen an die Politik formulierten. Eine ganz wesentliche ist die, dass ihre Projekte, die in der Regel zeitlich begrenzt finanziert werden, finanziell verstetigt werden müssen, um ihnen Nachhaltigkeit zu verschaffen. Ebenso sind die Konferenzteilnehmer der Auffassung, dass die Projektzeiträume verlängert werden müssten, um für die Träger mehr Planungssicherheit zu schaffen. Außerdem ging es u.a. um eine bessere Koordination zwischen den beteiligten Ministerien sowie um eine bessere Nachbetreuung der Lehrgangsteilnehmer.
Dr. Kitsche resümierte zum Abschluss der Beratungen: "Möge dieser Kongress dazu beitragen, die benachteiligten Randgruppen in unserer europäischen Völkerfamilie noch stärker in Bildungsprozesse einzubeziehen."
Harald Mühle


Berufliche Bildung im europäischen Maßstab

Am 11. Juni 2002 fand im internationalen Konferenz-Zentrum des rumänischen Parlaments in Bukarest die Jahreskonferenz des Europäischen Verbandes Beruflicher Bildungsträger (EVBB) statt. Schwerpunkt der Konferenz waren Fragen der Qualitätssicherung in internationaler Perspektive.

Pressemitteilung vom 03.07.2002 in deutsch [6 KB]